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Mit 49 Jahren hatte ich mich entschlossen, mit 50 Marathonläufer zu sein!

Ausschlag hierzu gab die Sendung "Von-Null-auf-42" des SWR. Fasziniert von dem Thema lag aber der Gedanke noch weit, solche Leistungen selber mal vollbringen zu können.

Anfang Juni 2004 war ich zufällig im Kölner Raum unterwegs und hörte im Radio, dass gerade im Internet unter www.swr.de/marathon/   eine solche Aktion für Interessierte gestartet wurde. So Schritt für Schritt an diese Leistungen herangeführt zu werden, erschien für mich ein erreichbares Ziel.
Eine meiner ersten Aktionen zu Hause war die Anmeldung zu diesem virtuellen Lauftreff.

Mitte Juni 2004 begann ich mein Training mit dem ersten Trainingsplan.

Trainingsübersicht: www.drsl.de?lid=1685 
Alle blauen Textteile sind Links zu mehr Informationen! So sind z.B. unter den Kalenderwochen (KW 1 - XX) Angaben zum Trainingsablauf zu finden!
Im Übrigen ist das "Kilometerspiel" sehr zu empfehlen! Es hilft oft, den "Inneren Schweinehund" zu überlisten. Aber Vorsicht! Es kann süchtig machen!
In drei meiner virtuellen Laufgruppen werden noch Mitläufer gesucht!


04.12.04, Nikolauslauf Hassloch; Halbmarathon in 1:57:05

31.12.04, Silvesterlauf Saarbrücken; 10 km in 55:00

Der Start erfolgte um 13 Uhr am Waldhaus Nähe Rotenbühl-Gymnasium und führte zunächst ca. 1,5 km die Hauptstrasse entlang am Wildpark vorbei Richtung Uni. Auf dieser breiten Strecke hatten sich die ca. 1.500 Läufer bereits geordnet, so dass die nun folgenden Waldwege des Saarbrücker Stadtwaldes nicht zu eng waren für das Läuferfeld, zumal nach weiteren 250 m die, die sich für die 4,2 km-Strecke entschieden hatten, eine andere Richtung einschlugen. Blieben 1148 Läufer übrig, die das 10-km-Ziel ansteuerten.
Die Strecke war recht beschwerlich, da sie die ersten 6 – 7 km fast nur bergan führte. Dazu kam noch, dass streckenweise Schneematsch, Matsch und Eis die Läufer behinderte. Die restlichen Kilometer ging es logischerweise bergab, aber die an den Steigungen verlorene Zeit ließ sich nur begrenzt wieder aufholen.
Genüßlich wurde dann der letzte Kilometer auf der leicht abschüssigen Hauptstrasse mit Einlauf ins Stadion des Rotenbühl-Gymnasiums und der entsprechenden Zuschauerpräsens. Sogar namentlich begrüßt wurde ich per Lautsprecheransage, mit dem Hinweis auf das SWR-Projekt „Von-Null-auf-42“, für das ich mich mit meinem Shirt outete!
Unter diesen erschwerten Bedingungen -zusätzlich noch zwei Nachtschichten in den Knochen- war ich mit meiner Zeit von 55:00 hochzufrieden.

13.03.05, Bienwaldmarathon; Halbmarathon in 1:49:50

20.03.05, Deutsch/französischer Freundschaftslauf Saarbrücken; Halbmarathon in 1:47:18


Die Sonne empfing uns bereits entgegen der Wettervorhersage um 09.00 Uhr in Saarbrücken, so dass die wärmenden Sonnenstrahlen die noch kühle Luft überlagerten und der Lauf in kurzen Hosen und kurzem Hemd angegangen werden konnte.
Der Lauf ging in der ersten Hälfte grobe Richtung Süden immer der Saar entlang, also immer der Sonne entgegen, was mir eine rote Birne (Sonnenbrand, der 1. für dieses Jahr) bescherte. Die wärmenden Sonnenstrahlen trieben mir den Schweiß auf die Stirn, weshalb ich dann auf dem Rückweg etwas froh war, den Wind gegen mich zu spüren.
Obwohl ich den HM von Kandel vom letzten So noch in den Knochen hatte, schaffte ich es, meine Zeit auf 1:47:18 (eigene Messung, offiz. 1:47:44) zu steigern.
Der Lauf war einfach nur schön! Das Wetter , die Organisation, die Strecke, das Kennenlernen weiterer 0a42-er und die positive Aufnahme des Veranstalters von uns Gelbhemden, der uns persönlich begrüßte und uns zu einem Gruppenfoto zusammentrommelte, um es auf ihrer Internetseite einzustellen.

10.04.05, Freiburgmarathon; 30 km in 2:46:35


Meinen ersten "Runners High" hatte ich bereits nach 2 km, als ich bei einer Rockband vorbeikam, die gerade "Keep On Running" von der Spencer Davis Group anstimmte! Aus meiner "Sturm- und Drangzeit"! Oohh, das ging runter wie Öl!!!

Ein tolles Erlebnis, zusammen mit 14.000 anderen Läufern vor 70.000 Zuschauern durch das schöne Freiburg zu laufen!
Kurz nach mir kam noch ein bekanntes Gesicht ins Ziel! Nicht dass ich besser wäre wie er; Dieter Baumann hatte für das SWR-Projekt eine Gruppe zu betreuen, nach deren Geschwindigkeit er sich richten mußte!

22.04.05, Zwei-Seen-Panoramalauf, 32 km in 2:54:49

Ich muß erst mal der Gemeinde Nonnweiler-Otzenhausen und dem Lauftreff Otzenhausen ein großes Lob aussprechen!!!
Der 2-Seen-Panoramalauf war perfekt organisiert!
Und das, obwohl Start und Ziel ca. 10 km auseinanderliegen. Wie kommt man da wieder zu seinem Auto?
Nun mal von Anfang an:
Der Wettergott muß Läufer sein, denn nach angesagtem Dauerregen kam anstatt die Sonne raus und ich war froh, mich für kurz entschieden zu haben.
Treffpunkt war in Nonnweiler-Otzenhausen, besagte 10 km vom Start entfernt. Eine Läuferschar von über 800 Personen wurde mit Bussen zum Start an den Bostalsee gefahren. Und damit niemand frieren musste, hat jeder einen Kleiderbeutel(tüte) mit Startnummer mitbekommen, mit der er kurz vor dem Start seine Oberbekleidung in einen Kastenwagen der Gemeinde geben konnte. Diese fand man dann später am Ziel in Duschraumnähe wieder.
Nach meiner Uhr erfolgte der Start ca. 09.35 Uhr durch Landrat Schumann. Zuerst ging es ca. 4/5 um den Bostalsee herum, also flach. Nach 6 km kamen wir durch Eckelshausen und weiter hoch zum Peterberg, ca. 130 hm!
Dort oben, der besagte Panoramablick! Zur Linken der Bostalsee, zur Rechten das weite Tal mit den Orten Schwarzenbach und Otzenhausen und im Hintergrund die bewaldeten Höhen des Hunsrücks mit dem berühmten Hunnenring.
Nun ging es erst mal abwärts nach Schwarzenbach und auf der anderen Talseite in die Flanken des Hunsrücks. Erforderliche Strassenpassagen wurden durch die freiwillige Feuerwehr gesichert!
Folgende Höhenmeter hielten sich in erträglichen Grenzen und bei der Strassenpassage zwischen Otzenhausen und Züsch hatte man sich zu entscheiden: 18 oder 32 km!
Ich hatte mich für die 32 km gemeldet und fühlte mich auch danach.
Nun ging es runter an den Nonnweiler Stausee, der wie ein norwegischer Fjord in den Hunsrück hineinreicht. Durch die zwei fjordartigen Finger des Sees hat man nie einen genauen Überblick über die Größe des Sees; das hat schon manche Spaziergänger, Läufer und Walker verzweifeln lassen, denn die Umrundung wird gerne unterschätzt. Klar kann man lesen: 11 km, aber das „Auge läuft mit“.
Nach 18 absolvierten Lauf-km waren die folgenden 11 km natürlich auch nicht mehr leicht, zumal auch noch kleinere Anstiege anfielen. Nach der Umrundung war noch mal eine etwas längere Steigung angesagt, bis wir wieder an die Straße Otzenhausen-Züsch kamen. Nun noch auf dieser 2 km leicht bergab und das Ziel an der Hunnenringhalle Otzenhausen war erreicht.
Meine Uhr zeigte 2:54:49 und gute 300 Höhenmeter.
Noch erwähnen möchte ich, dass gut alle 5 km Wasserstationen vorzufinden waren. Bei ca. 22 km gab es zusätzlich Bananen und im Ziel noch Elektrolytgetränke. Alles für 8 € Startgebühr!
Wieder ein schönes Event, das mir lange in Erinnerung bleiben wird!

30.04.05, 26. Stadtlauf St.Ingbert; 10 km in 50:55

Dieser Tag wurde die erste Hitzeschlacht des Jahres! Ungewöhnlich für diese Jahreszeit waren die Nachmittagstemperaturen von ca. 26° im Schatten, die in der prallen Sonne noch getoppt wurden.
Der Start um 16.00 Uhr war uns deshalb eigentlich noch zu früh, aber es war nicht zu ändern.
Der Start erfolgte Ecke Rickert-/Poststrasse und führte zunächst durch die hitzigen „Häuserschluchten“ der Innenstadt in verwirrender Weise hin und her, dass sich sogar der das Läuferfeld anführende Radfahrer verfuhr und alle hinterherliefen! Dadurch wurde aus dem 10-km-Lauf letztendlich nur ein 9,6-km-Lauf. Ein Desaster für die, die verbandsmäßig laufen und auf Bestzeiten aus waren, die nun nicht zu werten waren!
Weiter ging es am Rohrbach entlang durch Grünanlagen, wo es erträglicher war, zu laufen. Hier fiel mir bereits die erste Läuferin auf, die am Rande umkippte! An der Spieser Strasse war der Wendepunkt und unser Weg führte zurück Richtung Innenstadt, wo wieder eine Runde durch die Straßen und Fußgängerzonen folgte. In der Rickertstrasse war eine Wasserstation aufgebaut, deren Benutzung heute ein Muß war.
Nach einer weiteren Schleife durch die Grünanlagen näherte sich langsam das Ziel. Auf den letzen 2 km fielen mir einige auf, die mir zuvor davongezogen waren und nun nur noch gehenderweise vorwärts kamen.
Im Ziel vor dem Rathaus zeigte meine Pulsuhr 48:52 an, die ich später auf 10 km hochrechnete, um eine für meine anderen Läufe vergleichbare Zeit zu haben: 50:55.
Im Ziel wartete ich noch auf meinen Laufkameraden Äbbi. Währenddessen rettete sich eine weitere Läuferin ins Ziel, bevor sie in den Armen einiger Helfer zusammenbrach. Verwunderlich, was manche LäuferInnen sich unter solchen Bedingungen abverlangen, wo es doch nur um ein Hobby geht! 479 LäuferInnen erreichten das Ziel; wieviele nicht?
Unterm Strich hätte ich mir etwas mehr Zuschauerpräsens für diesen Stadtlauf gewünscht. Aber diesen ersten sommerlichen Tag nutzten viele sicherlich lieber für andere Freizeitaktivitäten.

08.05.05, Gutenbergmarathon Mainz; 42,195 km in 3:52:57

Nach 11 Monaten und 204 Trainingseinheiten mit 2476 km war es nun am 8. Mai soweit:

Der Gutenbergmarathon Mainz!

Mit einem flauen Gefühl im Magen – wie vor einer zukunftsentscheidenden Prüfung – begab ich mich mit meinem Kleiderbeutel um 08.20 Uhr vom Hotel zum Start- und Zielbereich.
Da abgemacht war, dass wir Marathondebütanten vom SWR uns um 08.45 Uhr beim Holzturm treffen, musste ich nun bereits meine Sachen abgeben und startfertig die ca. 500 m zurück laufen. Da es trotz freundlichem Wetter mit 7 – 8 ° noch sehr kühl und windig war und ich mich entschlossen hatte, in kurz zu starten, hatte ich mir eine Mülltüte als Schutz zurechtgemacht. Beim Holzturm war zwar der Starterblock für Erststarter, aber bei meiner angepeilten Zielzeit von sub 4 Stunden hätte ich gerne weiter vorne gestanden, was ich später auch noch ein wenig bereuen sollte. Um 09.30 Uhr erfolgte der Start-Countdown über Lautsprecher, der aus rund 11.000 Kehlen mitgezählt wurde. Nach dem Startschuß dauerte es noch eine kleine Ewigkeit, bis wir uns gehend langsam in Bewegung setzen konnten. Zweimal noch stockte die Läufermasse vor mir, bevor man es im Startbereich Laufen nennen konnte. Beim Überqueren der Kontaktmatten für die Zeitmessung drückte ich auch meinen Pulsmesser. Und mein Magendrücken war wie weggeblasen! Nun hieß es laufen, laufen, laufen …
Was mich wunderte und ein wenig ärgerte, war, dass die ersten 2 Kilometer der Läuferfluß immer wieder von Walkern gebremst wurde. Ja, von wo aus waren die denn gestartet? Hatten die sich als Zielzeit 2 Stunden vorgenommen!? Und ich hatte 15 bis 20 km tausende von Läufern zu überholen, die sich offensichtlich auch in ihrer Zielzeit überschätzt hatten. Oder war ich wirklich so weit hinten gestartet? Viele trauen offensichtlich nicht der sekundengenauen Zeitname durch den ChampionChip.
An meinem Paceband für die Zielzeit 4 Stunden, das genau für jeden Kilometer die Zeit anzeigte, die verstrichen sein durfte, erkannte ich, dass ich nach dem 1. km  40 Sekunden Rückstand hatte und diesen erst ab km 4 wieder aufholen konnte. Meinen Laufrhythmus fand ich aufgrund der Läuferdichte und zu weit vorne gestarteter langsamer Läufer nicht vor km 10. Aber vielleicht war es von Vorteil, in der Anfangsphase etwas gebremst zu werden, um so mehr Reserven für später zu behalten.
Die Strecke führte zunächst in nördliche Randbereiche von Mainz, bevor wir uns wieder dem Stadtkern näherten. Durch den Altstadtkern wurden wir von zigtausenden Zuschauern angefeuert, was natürlich Honig auf des Läufers Seele war. Um die notwendigen Kilometer für die erste Halbmarathonrunde zu erreichen, führte eine Wendestrecke mehrere Kilometer südlich über die Wormser Straße aus Mainz heraus. Wieder zurück ging es auf die Rheinstraße, der Zielgeraden, aber nur für die Halbmarathonabsolventen. Für uns andere war am Zielstrich erst die Hälfte geschafft. Meine Uhr zeigte 1:55:16, gleich  4:44 unter der laut Paceband erforderlichen Zeit.
Die zweite Runde führte nun zunächst über die Theodor-Heuss-Brücke über den Rhein nach Hessen in die Stadtteile Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim. Wieder zurück über die Rheinbrücke folgte sogleich das Ziel für den 2/3-Marathon. Meine Zeit dort 2:34:28. Weiter ging es auf der von der ersten Runde bekannten Strecke durch die nördlichen Stadtteile von Mainz. Nun hatte ich gut 30 km in den Beinen, was ich aber schon 3 x im Training und 2 x im Wettkampf erprobt hatte. Nach meinem Paceband hatte ich bereits gut 5 Minuten auf die 4-Stunden-Zielzeit gewonnen.
Was erwartete mich nun auf den nächsten Kilometern? Der berüchtigte „Mann mit dem Hammer“?
Ich hatte genügend Kalorien in Form von 2 Powerriegeln, 5 Gelgummies und noch 2 Flaschen mit einer Salzlösung dabei und auch bereits in Gebrauch. An jeder Verpflegungsstation einen Becher Frubiase getrunken, später auch mal was an den Wasserstationen. Um die km 35 gab es an einer Station einen Becher Coca-Cola, der, wie auch andere berichteten, einen guten Leistungskick verursachte. Ab km 35 wurden die Beine schon etwas schwerer, aber ich konnte mein Tempo halten. Nun ging es auch wieder in die Innenstadt zurück und die Zuschauerpräsens kitzelte wieder einige versteckte Körner hervor. Durch die schönen Gassen der Altstadt näherte ich mich nun so langsam dem langersehnten Ziel. Die letzten 2 km zog ich noch etwas an und schwenkte dann in die Zielgerade, der Rheinstraße ein. Die Wendestrecke Richtung Süden war glücklicherweise bei der zweiten Runde nicht mehr erforderlich.
In knapp 1000 Metern war das Zielbanner zu sehen! Zuerst schien es noch so fern, aber das änderte sich schnell. Was jetzt folgte, war ein Feuerwerk der Emotionen!

Auf den letzten 300 Metern, angefeuert von den tausenden von Zuschauern links und rechts der Strecke und dem Stadionsprecher von Mainz 05,

aufgeputscht von den Sambarhythmen einer Band, befreit von den letzten Zweifeln, die wie Schuppen von mir fielen, liefen mir die Freudentränen die Wangen herunter wie die Endorphinschauer den Rücken! Auf der Ziellinie konnte ich meine Pulsuhr mit 3:52:57 abdrücken, was auch später die offizielle Zeitmessung bestätigte.

Die Zufriedenheit sieht man mir an, oder!?Im Zielbereich sonnte ich mich noch ein Weilchen in meinem Erfolg und den wärmenden Sonnenstrahlen und freute mich mit den anderen um ihre erreichten persönlichen Ziele.


Fazit: Nach den Geburten meiner beiden Kinder, war dies das emotionalste Erlebnis für mich! Marathonläufer müssen die glücklichsten Menschen sein!

Von ca. 24.000, die sich bei dem SWR-Projekt angemeldet hatten, haben ca. 1200 in Mainz teilgenommen, von denen gut 600 beim Gutenbergmarathon das avisierte Ziel, die Marathondistanz, erreichten. Von diesen 600 belegte ich Platz 56.

Die Auswertung meiner gespeicherten Pulsdaten am PC ergab einen Durchschnittspuls von 156. Meine Halbmarathons war ich im Durchschnittspuls bis 168 gelaufen! Laut Auswertung meines Laktatstufentestes von 3/05 liegt meine ANS (Anaerobe Schwelle) bei 167 und meine IANS (Individuelle anaerobe Schwelle) bei 163, die HFmax bei 185. Laut diesem Test ergab sich für mich eine theoretische Marathonzeit an der IANS von 3:35 Std. Somit waren noch Reserven für mich vorhanden! Aber als Marathonneuling teilt man sich seine Kräfte lieber vorsichtiger ein!

Wußte garnicht, dass ich Drahtseile in den Beinen habe! ;-))

19.06.05, Sonnenwendlauf im Köllertal (Völklingen); 16,1 km (10 Meilen) in 1:21:14 (netto)

Für diesen Sonntag waren Temperaturen bis über 30° vorhergesagt worden. Insofern war ich froh, obwohl ich kein Frühaufsteher bin, dass der Start für 09.30 Uhr geplant war.
Der diesjährige Sonnenwendlauf im Köllertal wurde nicht wie bisher in Püttlingen gestartet, sondern in Völklingen, da in Püttlingen Straßenbauarbeiten und zusätzlich an diesem Sonntag eine Biathlon-Veranstaltung dies verhinderten.
Gestartet wurde in der Stadionstrasse in Nähe des Völklinger Rathauses. Zusammen mit den 5-km-Jedermannläufern gingen wir mit ca. 440 LäuferInnen auf die Strecke durch das Köllertal. Wir vom Projekt "Von-Null-auf-42" waren mit 5 Läufern vertreten.
Kurz nach dem Start war bereits die größte Steigung mit ca. 13 Höhenmeter hoch zur ehemaligen Bahntrasse zu überwinden. Unterhalb dieser entlang führte der Weg durch den schattigen Auwald des Köllerbaches, welchen wir nach rund. 2,7 km überquerten, um auf der anderen Seite zusammen mit den 5-km-Läufern wieder in Richtung Start und Ziel zu laufen. Ca. 300 m vor dem Ziel wurde der Läuferstrom getrennt und wir 10-Meilen-Läufer mussten noch mal den Anstieg zur alten Bahntrasse bewältigen, um nun auf dieser „auf Strecke“ in Richtung Püttlingen „zu gehen“. Nach rund 8,4 km war der Wendepunkt am ehemaligen Bahnhof in Püttlingen erreicht und es ging auf gleicher Trasse bis ca. km 11,8 zurück.
Nun war wieder die vom Beginn her bekannte Schleife zu laufen, um die 10 Meilen zu vollenden. Nach der Zeit von 1:21:14 passierte ich diese nicht nur für das Saarland ungewöhnliche Marke.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Strecke trotz des warmen Sommertages relativ angenehm zu laufen war, da sie zu 75 % durch schattigen Auwald führte, der zudem noch mit seiner Morgenfeuchte seinen Teil dazu beitrug. Auf den sonnigen Abschnitten spürte man aber schon unangenehm die Kraft der Sonne.

Anschließend, nach der erlösenden Dusche, stärkten wir uns vor dem Rathaus mit Kuchen und alkoholfreiem Weizenbier – welch eine Kombination!

24.06.05, 11. Internationaler Saar-Lor-Lux Volkslauf der Polizei in Saarbrücken; 10 km in 49:55

Mit meinen Kollegen Ruppert Deutscher und Simon Mannweiler


Der Start erfolgte kurz nach 18 Uhr am Leinpfad der Saar gegenüber dem Kraftwerk "Römerbrücke", demselben Punkt wie auch beim Halbmarathon am 20.03.05.
Der krasse Unterschied zum Frühjahr waren die unbarmherzigen 34° im Schatten!
Wegen dieser Bedingungen waren wohl auch nur 261 Starter erschienen.
Die Laufrichtung war gegenüber den Vorjahren geändert worden und verlief nun nicht mehr durch die Stadt Richtung Messegelände, sondern wie beim Halbmarathon auch, in entgegengesetzte Richtung über Güdingen ein Stück nach Frankreich hinein.
Die ersten 3 km bis zur Güdinger Schleuse verliefen glücklicherweise überwiegend im Schatten. Ab da aber, bis zum Wendepunkt bei km 5, ca. 1 km hinter der französischen Grenze, und wieder zurück bis zur Schleuse, brannte die Sonne gnadenlos auf unsere Häupter. Ich war glücklich, einen Schwamm dabei zu haben, den ich an den Wasserstationen vollgesogen, wohldosiert bis zur nächsten Station über mein Haupt ausdrückte. So war es einigermaßen erträglich. Für die, die keinen dabei hatten, hatte der Veranstalter am Start eine ganze "Bütt" voll zur Verfügung gestellt.
Die letzten 3 km im Schatten zogen sich noch etwas in die Länge. Insbesondere der letzte, in dem ich versuchte, die Schlagzahl, ähnlich der Ruderer neben mir auf der Saar, zu erhöhen. Es gelang mir zwar nur leidlich, aber ich konnte die km-Zeit nochmal wieder unter die 5-min-Marke auf 4:42 drücken.
Bei 49:55 "flog" ich über die Ziellinie und hatte trotz der erschwerten Bedingungen eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt!
Auch wenn ich zeitweise anders gedacht hatte, war ich zum Schluß froh, dabei gewesen zu sein!

08.07.05, Volkslauf Stennweiler; 10 km in 49:37

Das Wetter zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Nach Tagen voller Regen hatte er sich zwar an diesem Tag weitgehend zurückgehalten, kehrte aber eine Stunde vor Start mit einem Schauer zurück. Welch ein Unterschied zu meinem Rennen vor 14 Tagen! Anstatt 34° im Schatten ca. 14° im Regen!
Ca. 10 Minuten vor dem Start um 19 Uhr ließ er zum Glück nach, hielt sich aber noch hartnäckig bis lange nach dem Rennen.
Die Strecke führte überwiegend durch dichten Wald und über Waldwege. Wegen des Regens, auch der vergangenen Tage, waren diese natürlich aufgeweicht und wir sahen hinterher fast aus wie nach einer Schlammschlacht. Zuerst ging es etwas bergan, dann aber permanent abwärts bis Ortseingang Ottweiler. Von dort zurück in den Wald ging es wieder ein gutes Stück hoch, bis wir auf die alte Strecke trafen und diese nochmals bis zu diesem Wegpunkt zu absolvieren hatten. Nun nach knapp 8 km ging es die lange Gerade wieder permanent bergauf bis ca. 500 m vor dem Ziel, dann konnte man den Rest leicht bergab „laufen lassen“.
Mein Avocet Vertec maß eine Summe von 185 Höhenmetern. Trotzdem, und das hatte ich vorher mit den Zwischenzeiten schon im Gefühl, zeigte meine Pulsuhr im Ziel mit 49:37 eine persönliche Bestzeit auf der 10-km-Distanz für mich an! Also hatten die 34° letztens mir doch mehr zu schaffen gemacht, wie diese Höhenmeter. Was ist auf einer flachen Strecke bei vernünftigen Temperaturen noch drin?

14.07.05, Firmenlauf Dillingen; 5,5 km
Absage wegen Sehnenansatzreizung :..-((

15.07.05, Mitternachtslauf Albersweiler; 8,4 km
Absage, s.o.

Ein Zwischenbericht:
Am 06.07. bei einem Trainingslauf verspürte ich leichte Stiche in der linken Gesäßhälfte. Hat mich nicht weiter beunruhigt und war schnell wieder vergessen.
Dann aber beim Stennweiler Volkslauf über 10 km am 08.07. kamen die Schmerzen verstärkt aber zunächst verhalten. Nach dem Lauf, nachdem die Muskulatur abgekühlt war, waren die Schmerzen aber so stark, dass ich mich kaum noch zum Auto „schaffen“ konnte.
Mit Schmerztabletten und Ruhe waren die Schmerzen nach 2 Tagen so gut wie weg. Bei einem Testlauf musste ich aber feststellen, dass die Schmerzen nach 1 km wieder kamen und mich nach 2 km zum Abbruch zwangen. So ging es nach ein paar Tagen Pause genauso weiter.
Eine sportärztliche Untersuchung brachte es an den Tag: eine Sehnenansatzreizung am Sitzhöcker. Entzündungshemmende Medikamente, Massagen und ein „Biomechanik-Check“ bei einem Orthopäden waren angesagt.
Dieser Check brachte einiges an den Tag. So war mein rechtes Bein um 6 mm verkürzt mit der Folge eines Beckenschiefstandes, was zur Überanspruchung des linken Gesäßmuskels führte sowie eine Verkürzung der hinteren Oberschenkelmuskulatur aufgrund von mir vernachlässigter Dehnübungen. Dazu kamen noch die üblichen Knick-, Senk- und Spreizfüße, die mehr oder weniger jeder hat. Alles lässt sich mit entsprechenden Einlegesohlen ausgleichen. So festgestellt und bestellt.
Dann war ich bei einem Physiotherapeuten in meinem Ort, um mit ihm die „Querfriktionsmassagen“ abzusprechen. Der entgegnete, dass er damit zwar die Symptome beseitigen könne, aber nicht die Ursachen. Mit chiropraktischen Handgriffen ließen sich  in 90% aller Fälle Beckenschiefstände und verkürzte Beine beseitigen. Gesagt getan; mit ein paar ausholenden Bewegungen mit meinen Beinen saßen die Oberschenkelgelenke wieder richtig in ihren Gelenkpfannen und meine Beinverkürzung war „Geschichte“! So konnte ich die Überhöhung in einer meiner Einlagen wieder abbestellen.
Jetzt stehen mir noch einige Behandlungen bei ihm bevor, in denen mein Becken- und Wirbelsäulenbereich wieder „eingerichtet“ wird.
Direkt nach dieser Eingangsbehandlung konnte ich zum ersten Mal wieder einige Kilometer laufen, ohne dass mich die Schmerzen zum Abbruch zwangen. Sie kommen zwar noch, werden aber von Mal zu Mal weniger. Auch mache ich jetzt regelmäßig Dehnübungen insbesondere für die hintere Oberschenkelmuskulatur. So hoffe ich, bald wieder problemfrei meinem Laufhobby nachgehen zu können.
Fazit: Die Hauptursache meiner Probleme liegt wohl in der Vernachlässigung der Dehnübungen. Diese müssen nicht -so mein Orthopäde- direkt nach dem Lauf durchgeführt werden, sondern auch  mal zwischendurch Zuhause oder am Arbeitsplatz.

Stand 15.09.05:
Eine Kernspinuntersuchung brachte die Ursache meiner Probleme nun an den Tag!
Ich habe eine Fraktur des Sitzhöckers! Da ich nicht auf denselben gefallen bin, kann es sich nur um einen Ermüdungsbruch handeln. War wohl zuviel des Guten, was ich meinen alten Knochen zugemutet habe!
Wegen falscher Therapierung, insbesondere aber wegen meiner immer wieder erfolglos durchgeführten Laufversuche, hatte der Knochen nicht die Gelegenheit, wieder zusammenzuwachsen. Kein Wunder, dass nach wenigen Lauf-km die Schmerzen immer unerträglich wurden!
Nun ist wohl erst einmal absolute Laufabstinenz angesagt. Die genauen Therapiemöglichkeiten und -dauer muß ich erst einmal nächste Woche mit meinem Orthopäden absprechen.
Ich befürchte, dass dieses Jahr für mich gelaufen ist. (welcher Wortwitz!)

Stand 05.11.05:
Ich laufe seit einer Woche wieder!
Allerdings habe ich immer noch Schmerzen; zum Glück nicht mehr so schlimm, wie am Anfang. Und sie werden beim Laufen auch nicht schlimmer, sondern halten sich erträglich.
Nur wo ist meine Kondition hin!? Bringe gerade mal so einen Schnitt von 6:30 min/km zustande, ohne mein Gesicht zu verlieren! Hoffentlich ändert sich das bald.

27.11.05: Nikolauslauf Hassloch; Halbmarathon?
Nein, mein Trainingsstand mahnte mich, nach 2 Runden (14 km) aufzuhören. Aber ich war mal wieder dabei und konnte alte Bekannte treffen und "Wettkampfluft" schnuppern!
Mit dem km-Schnitt von 5:41 min/km war ich ganz zufrieden, wenn er auch noch ca. 0:45 von meiner vorherigen Form entfernt ist.

Nächste Termine:

Vorerst keine Planung mehr!

Stand Ende 2005: Da ich beim Laufen immer noch Schmerzen hatte, habe ich mich auf die Suche nach einem kompetenten Sportarzt gemacht. Durch Vermittlung habe ich ihn gefunden.
Endlich jemand, der diese Art der Sportverletzung kennt!
Und, der mir leider sofort das weitere Laufen untersagt hat!
Wenn diese Verletzung nicht vollständig auskuriert wird, kann der Knochen endgültig brechen und dann ist Schluß mit der "Läuferkarriere"!
Der Heilungsprozeß kann zwischen 4 Monaten und 1 Jahr dauern!
Ich habe schon 6 Monate hinter mir. Nach der nächsten Kernspinkontrolle Ende 01/06 gibt es eine neue Entscheidung durch diesen Sportarzt; drückt mir alle Daumen!!!

01.02.06: Ich darf endlich wieder laufen!
Die Kernspinuntersuchung ergab, dass der Knochen jetzt ausreichend stabil ist.
Mein erster Lauf, zwar nur 5 km, war ein Genuß! Endlich wieder schmerzfrei laufen! Seit 7 Monaten hatte mir das gefehlt!
Die nächsten 4 Wochen darf ich mich laut Sportarzt nur im Grundlagenbereich bewegen und muß beim Bergablaufen langsam machen.

Nun ist der Startschuß für die Jahresplanung gegeben:

12.03.06: HM beim Bienwaldmarathon (ist wohl noch etwas zu früh)
Nein! Ich wollte es doch wissen!
Ich bin die 21,1 km durchgelaufen; und das in einer unter diesen Umständen doch beachtlichen Zeit von 2:02:05! Ergibt einen km-Schnitt von 5:47 Minuten. Sieben Monate Zwangspause haben zwar ihre Spuren hinterlassen, aber 6 Wochen Training mit maximal 14 km am Stück hatten doch ausgereicht. Alles an Kondition war doch nicht verloren, aber nach 15 km wurden die Beine schon etwas schwer - Ursache die fehlenden TE's um 20 km, die wegen des vielen Schnees bei uns ausfallen mussten.
Aber alles in allem ein sehr befriedigendes Comeback!  
Pulskurve  km-Zeiten 

18.03.06: Deutsch-französischer Freundschaftslauf Saarbrücken; HM; 2:00:53
Letztes Jahr ist es mir leichter gefallen, innerhalb einer Woche zwei HM's zu laufen! Es macht sich halt nicht nur bei den Zeiten bemerkbar, dass ich nach 7 Monaten Verletzungspause nach 6, bzw. 7 Wochen Aufbautraining bereits wieder zwei HM's gelaufen bin. Das letzte Drittel hatte ich diesmal doch recht schwere Beine! Mein Ziel, unter 2 Stunden zu bleiben habe ich daher nicht erreicht, aber immerhin konnte ich meine Zeit innerhalb einer Woche doch etwas verbessern.
Übrigens hatten wir bestes Wetter! Strahlender Sonnenschein, 3 - 8° C im Schatten, ein wenig Wind. Daher wie letztes Jahr wieder mein erster Sonnenbrand für das laufende Jahr!
Pulskurve

02.04.06: Illtalschleife Urexweiler; 10 km; 54:53
Ein Lauf in meinem Nachbarort. Der Lauf ging über die gesperrte Straße durch das Tal der jungen Ill nach Hirtzweiler. Dort noch eine kürzere Wendestrecke zu einem Angelweiler und parallel zur Haupstraße auf einem asphaltiertem Feldwirtschaftsweg entlang der Ill wieder zurück. Ging es bis Hirtzweiler stetig, kaum sichtbar, aber an den km-Zeiten spürbar, leicht bergab, war es auf dem Rückweg natürlich umgekehrt. Zurück war es auch in den Beinen spürbar. Optisch nimmt man die Steigung nicht wahr, aber ich kannte sie schon vom Radfahren. Mein Ziel war, unter 55 Minuten zu bleiben; auch wenn ich in der zweiten Hälfte nicht mehr dran glaubte, hatte ich es doch noch geschafft.
Pulskurve      km-Zeiten

29.04.06: Stadtlauf St.Ingbert; 10 km; 52:45
Wie letztes Jahr wieder eine verwirrende Streckenführung durch die Innenstadt! Nur mit dem Unterschied, dass das Läuferfeld nicht von einem Rad- sondern Smartfahrer angeführt wurde. Dieser hatte wohl die Strecke im Navi abgespeichert, so dass diesmal der "Anführer" sich nicht verhedderte und wirklich zum Schluß 10 km herauskamen und nicht 9,7!
Außerdem anders wie letztes Jahr war das Wetter! Letztes Jahr sowas um die 25° im Schatten, diesmal 6° in der Sonne! Die sich zugegebenermaßen mit Regen- und Schneeschauern kabbeln mußte! 25° war zwar schöner, aber zum Laufen auch nicht so das Wahre. So sind diesmal meines Wissens keine Läufer(innen) aus den Latschen gekippt.
Ich konnte zwar meine diesjährige Bestzeit verbessern, aber so richtig fit fühlte ich mich wegen einer überstandenen Erkältung nicht.

14.05.06: 1. Saarbrücken-Marathon; HM; 1:59:37
Eines vorneweg: dies war nicht mein Tag!
Aber das darf nicht der Veranstaltung als solches angelastet werden, denn die Bedingungen waren gut bis bestens. Dazu später mehr.
Der Tag kündigte sich vom Wetter her durchwachsen an mit Temperaturen bis max. 19°; also für solche Vorhaben nicht zu warm. Während der Startzeit schätze ich mal ca. 13° im Schatten. Mit Fortschreiten des Tages vermehrten sich die sonnigen Abschnitte immer mehr, dass zuletzt doch 21 – 22° erreicht wurden. Wenn man dann auf freier Strecke, z.B. über die Westspange, der prallen Sonne ausgesetzt war, war es schon fast zu warm.
Auf den Saarwiesen vor dem Stadttheater waren volksfestartig Zelte, Stände, eine Bühne und viele, viele Biertische aufgebaut. Hier konzentrierte sich auch über den ganzen Tag das „quirlige Leben“ der Läufer und Zuschauer.
Foto 1
Foto 2
Gut fand ich, dass für die Läufer ein eigener Bereich abgesperrt war, so dass wir uns nach dem Zieleinlauf mit „unseren Wehwehchen“ (erste Flüssigkeits- und Kalorienaufnahme, Massagen usw.) nicht dem Gedränge der Zuschauer aussetzen mussten.
Gestartet wurde wie geplant recht pünktlich um 10 Uhr. Entgegen meiner Befürchtungen war der Leinpfad im Startbereich und auf dem 1. km doch breiter wie in meiner Erinnerung, so dass sich die rund 2000 LäuferInnen recht gut in Bewegung setzten konnten. 
Foto 3
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Nach Passieren der Berliner Promenade und der Kongresshalle ging es in einer Schleife um den Bürgerpark hoch auf die Westspange und auf die andere Saarseite. Diese „Höhenmeter“ waren durchaus spürbar. Nun ging es in entgegengesetzter Richtung zunächst zwischen Stadtautobahn und Saar entlang. Die Autofahrer „beteiligten“ sich durch Hupkonzerte in dieser Phase am Laufgeschehen!
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Gut einsehbar, sowohl für die Zuschauer die Läufer auf der einen, und für die Läufer die Zuschauer auf der anderen Saarseite, gab es auch hier ein Austausch von Anfeuerungsparolen.
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Dazu auch noch weitere Zuschauer auf den zu unterlaufenden Brücken und am Saarkran. Vor der Bismarck-Brücke trennte sich der Leinpfad zumindest optisch durch Grünanlagen von der BAB. Auf Höhe des Römerkraftwerkes gab es eine kurze Schleife durch die Grünanlage und unter der BAB durch um einen Häuserblock in St.Arnual auf die Daarler-(Fußgänger-) Brücke wieder auf die andere Saarseite. Die Höhenmeter über diese Brücke fielen mir besonders schwer, da die Steigung anfangs, wenn auch nur kurz, ca. 15 % betrug! Bevor es wieder an die Saar ging, war noch eine Wendestrecke um das Kraftwerk zu absolvieren. Um wohl hier keine Einsamkeit aufkommen zu lassen, hatte der SR eine Bühne aufgebaut und unterstützte die Läufer mit Musik und Anfeuerungsrufen. Nun ging es die Grünanlagen „Am Staden“ entlang zurück Richtung Start und Ziel; vorher aber war noch auf Höhe Parkhaus Stadttheater ein Schlenker in Richtung und über den Innenstadtbereich „St.Johanner Markt“ zu laufen. Hier war ein weiterer Zuschauerschwerpunkt vorhanden. Durch eine mit Gittern gebildete Gasse von ca. 5 m Breite liefen wir durch die dicht stehenden Zuschauer.
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Die Marathonläufer, die die Runde ja 4 x zu laufen hatten, kritisierten, dass auf der 3. und insbesondere 4. Runde hier kaum noch Zuschauer vorhanden waren. Hier hätte der Veranstalter vielleicht mit einer Lifeband und einer weiteren SR-Bühne für ein Verbleiben der Zuschauer sorgen können. An Karstadt, Finanzamt und Stadttheater vorbei ging es nun zurück zur Saar und nach kurzer Strecke wieder an Start und Ziel vorbei auf eine weitere Runde.
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Jetzt meine persönlichen Erlebnisse:
Nachdem ich bereits in der Vorwoche nicht so recht auf Touren kam – sei es noch eine Auswirkung meiner Erkältung 4 Wochen zuvor, oder Übertraining, vermag ich nicht zu sagen – baute ich nach dem 1. km in 4:55 min kontinuierlich ab: 5:05, 5:10, 5:15 usw. bis ich bei um die 5:55 in hohen ungewohnten Pulsbereich „am Anschlag“ lief. Bereits Anfang der 2. Runde und einem weiteren „Anstieg“ auf die Westspange war mein Tiefpunkt erreicht. Ich haderte mit mir selbst: „Warum tust du dir nur so was immer wieder an!“ „Was bringt das Ganze noch; weg mit den Laufschuhen und das war’s dann mit der Lauferei!“ „Aufgeben!!!“ „Nein, wenigstens ankommen und keine Schmach der Aufgabe!“ Nachdem ich mir ein Powergel reingedrückt hatte, wurde mein Zustand zumindest nicht schlechter und ich konnte meine Pace (haha!) halten. Die letzen Kilometer konzentrierte ich mich so aufs Durchhalten, dass ich fast ständig die km-Markierungen übersah und keine Zwischenzeiten mehr aufzeichnete. Ich sah mich bei ca. 2:10 im Ziel und versuchte, am St.Johanner Markt mein „Gesicht zu wahren“; ob’s mir gelang, müssen andere entscheiden. Da die Zeit bekanntlich ja alle Wunden heilt, kam nach anscheinend endloser Zeit auch für mich das (HM-)Ziel in Sichtweite.
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Ein kleiner kraftloser Endspurt, gewohnheitsgemäß die Uhr abgedrückt, und siehe da: 1:59:37 ! Doch nicht so schlecht, wie befürchtet! Ich hatte mir vor dem Lauf zwar etwas mehr erhofft, aber immerhin konnte ich meine diesjährige HM-Zeit um 1 Minute 16 verbessern. Nachdem ich wieder etwas zu Kräften gekommen war, Cola, Banane und das Paulaner, das es für die Läufer „auf Gutschein“ gab, verdrückt hatte, die Sonne mir milde auf den Pelz brannte, hatte ich meinen Frieden für den Tag gefunden! Ich bleibe also dabei und bin auch im Nachhinein um ein beeindruckendes Erlebnis reicher! Die Strecke war wirklich abwechslungsreich, hat was für das Auge geboten und die Stimmung an der Strecke war, mit den Abstrichen für die Marathonläufer, gut. Für die erste Veranstaltung dieser Art muß man dem privaten Veranstalter Denis Ivanov ein hohes Lob aussprechen. Kleine Mängel werden sicherlich in Zukunft gelöst werden. Etwas umständlich fand ich z.B., dass die Kleiderbeutel in der Garderobe des Stadttheaters abzugeben waren, was allerdings auch nur ca. 300 m Umweg war. Gravierender war da die Lösung der Duschmöglichkeiten! Dafür hatte man ein Fitnessstudio in der Bahnhofstraße im 5. Stockwerk auserkoren! Dieser Weg- und Zeitaufwand war mir dann doch zu viel und ich begnügte mich damit, an meinem Auto trockene Wäsche anzuziehen. Immerhin war für die Läufer zu einer Gesamtparkgebühr von 4 € die Tiefgarage des Stadttheaters reserviert, gerade mal 1 Minute von Start und Ziel entfernt.
Fazit: Eine gelungene Veranstaltung, die weiterzuempfehlen ist. Ob für den Marathon, muß jeder für sich selber entscheiden. Schade nur, dass der Termin wohl weiterhin mit dem Gutenberg-Marathon konkurrieren wird.

02.06.06, Polizeilauf Saarbrücken; 10 km in 50:20

Gegenüber 34° im letzten hatten wir dieses Jahr "nur" 16°, aber mit Sonnenschein! Zum Laufen war es optimal.
Knapp 300 LäuferInnen hatten sich eingefunden, von denen 274 in die Wertung eingingen (2 oder 3 habe ich aufgeben sehen).
Gerne hätte ich wieder mal die 50 min geknackt, aber mir war klar, dass ich nach meiner Verletzungspause noch nicht so weit bin und irgendwo um die 51 meine Zeit liegen wird.
Nach anfänglichen km-Zeiten von 4:33, 4:45 und 4:50 näherte ich mich der und überschritt dann auch die 5-min-Marke. Bei km 7 war mir klar, dass ich in meiner Selbsteinschätzung gut gelegen habe.
Schließlich erreichte ich die Ziellinie bei 50:20 und damit eine neue Jahresbestzeit; und das übrigens mit Hexenschuß und unter dem Einfluß von Schmerzmitteln! War das Doping?
Aber ohne wäre es garnicht gegangen; bis 2 Stunden vor dem Start war noch nicht klar, ob ich überhaupt mitlaufen kann.
Das die Strecke für Bestzeiten bekannt ist, hat sich wieder gezeigt!
Der bzw. die Langsamste von den 274 hatte eine Zeit von 57:57!!!

Man, was war ich hinterher froh, dass ich den Lauf doch noch durchziehen konnte!

Am 04.08.06 stand ein Laufevent der anderen Art statt: die Deutschlandstaffel!
Natürlich nur der Teil, der durch das Saarland führte; die Staffel selber war schon seit 22.7. von Wuppertal aus im Uhrzeigersinn im Randbereich von Deutschland einmal herum unterwegs.
Aufmerksam wurde ich bereits in der Planungsphase über die Internetseite www.kilometerspiel.de . Der geistige Vater dieses Kilometerspieles Oliver Seyffert ist auch der Initiator der Deutschlandstaffel, www.deutschlandstaffel.de .
So meldete ich mich bereits rechtzeitig für einen Abschnitt im Saarland an. Letztendlich wurden es drei Etappen mit einer Gesamtlänge von 33,6 km, und zwar Freisen – Grügelborn – Urweiler – St.Wendel – Niederlinxweiler – Ottweiler – Stülzenhof (Stennweiler Kupp) – Schiffweiler – Landsweiler-Reden - Heiligenwald – Itzenplitzer Weiher.
Was mir weniger gefiel, aber es ließ sich nicht ändern, war die Startzeit 04.00 Uhr! Nach unruhigem Schlaf blinzelte ich um 02.40 Uhr auf den Wecker; noch 5 min Zeit! Meine innere Stimme sagte zu mir: „Was machst du da schon wieder für eine Sch***! Du könntest doch jetzt so schön in deinem warmen Bett liegen bleiben und an deinem freien Tag mal ordentlich ausschlafen!“ Aber nichts da! Mein innerer Schweinehund hatte keine Chance!
Durch den am 02.08. erschienen Bericht in der Saarbrücker Zeitung fanden sich noch kurzfristig ein paar Mitläufer, sonst hätte ich die gesamte Strecke alleine laufen müssen. So lernte ich wieder mal einige nette und auch interessante Leute kennen. Letzteres trifft unbedingt auf den Läufer zu, der uns die Staffel von Kusel ins Saarland nach Freisen brachte, nämlich Eric Tuerlings ( http://www.tuerlings.de ).
http://www.lg-w.de/ds/fotos/p0001420.jpg
Was er so bei der Übergabe erzählte, ließ unsereins vor Ehrfurcht ganz klein werden: mehrfach den Ultramarathon „Des Sables“, 244 km durch die Sahara, oder Swiss-Jura-Marathon, 323 km und fast 10.000 Höhenmeter, und noch dieses und jenes im Ultrabereich. In 14 Tagen dann die Umrundung des Mont Blanc = 145 km, 11.500 Höhenmeter und Zeitlimit 45 Stunden! Und so nebenbei wird er auch dieses Jahr seinen 100. Marathon (derzeit 93) laufen. Na, ja – wenn's schä macht!?
Zu meinem ersten Abschnitt bis St.Wendel hatte sich noch Matthias aus Furschweiler eingefunden, der mir den Weg durch den dunklen Wald sehr erträglicher machte. Dank meiner Stirnlampe (vor dieser LED-Technik muß manche Fahrradlampe vor Neid erblassen!) übersahen wir auch keine Schlaglöcher und ähnliche Fußangeln – und auch nicht die glühenden Augen eines Fuchses.
Ab St.Wendel gesellte sich noch Andrea zu uns, die Matthias aus seinem Lauftreff mobilisieren konnte. (auch „nur“ gerade vor 14 Tagen den Bärenfels-Ultramarathon über 63 km gelaufen! Von den Höhenmetern ganz zu schweigen!)
In St.Wendel hatte ich einen Treffpunkt mit dem Staffomobil abgemacht, dem Wohnmobil, in dem Lauffreunde des LG Wuppertal und Oliver Seyffert höchstpersönlich die gesamte Staffel begleiteten, um unsere Getränkevorräte aufzufüllen.
Der folgende Abschnitt über Niederlinxweiler nach Ottweiler war recht flach und stellte keine besondere Herausforderung dar. Aber ab Ottweiler ging es bis zum Stülzenhof ca. 170 Höhenmeter auf ca. 2 km hinauf! Ausgangs Ottweiler stieß noch Klaus-Peter vom Lauftreff Urexweiler zu uns, so dass wir nun sogar zu viert waren.
Ab Stülzenhof (noch mal Auftanken beim Staffomobil) recht flach auf der Höhe auf einem Feldwirtschaftsweg (die Morgensonne schien übrigens mittlerweile) entlang und später bergab nach Schiffweiler. Durch Schiffweiler hindurch ging es fast übergangslos weiter nach Landsweiler-Reden und Heiligenwald. Nach einem kleinen Zwischenanstieg ging es nun in Heiligenwald noch eine lange Gerade hinab, über die Hauptstraße in die Zufahrt zum Itzenplitzer Weiher. Nach ca. 300 m durch eine Rechtskurve öffnete sich der Blick auf den Parkplatz und eine größere Schar von Läufern, Begleitern, Familienangehörigen und dem Staffomobil, die uns bereits erwarteten.
Das ist dieser Moment:
http://www.lg-w.de/ds/fotos/p0001426.jpg (v.l.n.r.: Matthias, Andrea, Klaus-Peter und meine Wenigkeit)
Ich glaube, man sieht mir an, wie erleichtert ich bin, die 33,6 km und gut 400 Höhenmeter hinter mir zu haben.
Nach einer kurzen Begrüßung und ein wenig Smalltalk erfolgte die Staffelübergabe an Günter Groß, mit dem und seinem Gefolge Klaus-Peter noch bis Dudweiler weiterlief:
http://www.lg-w.de/ds/fotos/p0001427.jpg
Hier blinzelt im Hintergrund Steffi (secondsheep) verschlafen aus dem Staffomobil:
http://www.lg-w.de/ds/fotos/p0001428.jpg
Unter den wartenden Familienangehörigen befand sich auch die Frau von Matthias, die uns dann wieder nach Freisen (Andrea nach WND) zu unseren Autos zurückfuhr. Selbst mit dem Auto dauerte die Distanz eine „kleine Ewigkeit“.
Wir alle waren uns einig, dass es eine Wiederholung der Deutschlandstaffel geben muß und wir dann wieder dabei sind! 

Hier noch ein Link zu dem Bericht in der Saarbrücker Zeitung:
http://www.ggross.de/images/060804_Deutschlandstaffel/deutschlandstaffel_Bericht_SZ_060802.pdf
 

20.08.06, Homburger Citylauf; 49:39
Gestartet wurde um 10 Uhr in der „Shoppingmeile“ von Homburg. Zuerst ging es Richtung Karlsbergbrauerei und hinter dieser links ab am Freibad vorbei und grob gesehen parallel wieder zurück. Über die   strasse ging es wieder auf die Shoppingmeile. Eine Runde betrug 3,28 km, d.h. die Runde war dreimal zu laufen und dass bisschen, was an 10 km noch fehlte, wurde durch den rund 150 m  vor dem Ziel gelegten Start ausgeglichen. Die Strecke hatte leichte Wellen und auf der „Gegengraden“ herrschte etwas Gegenwind; die Bedingungen waren mit ca. 16 ° C jedoch recht gut. Sicherlich gibt es schnellere Strecken, aber nicht viel schnellere.
Meine Minimumziel sub 50 habe ich erreicht. Mein Maximalziel, eine neue persönliche Bestzeit zu laufen, habe ich um 3 Sekunden verfehlt. Ich habe mal in meinem Lauftagebuch nachgeschlagen und festgestellt, dass ich 1,2 kg mehr wie bei meiner pB hatte. Habe im Urlaub wohl doch zu viel gesündigt! Auch wenn man kein Erbsenzähler ist, denke ich mal, dass das ca. 10 – 20 Sekunden ausgemacht hätte ;-) . Aber ich bin dennoch voll zufrieden! Beim nächsten Mal klappt es mit Sicherheit!
Ein Lauf, den ich nach Möglichkeit fest in meine Jahresplanung einbauen möchte.

03.09.06, Saarschleifenmarathon; HM in 1:52:07
 
Treffpunkt am Morgen war die Stadthalle in Merzig. Da der Saarschleifenmarathon kein Rundkurs ist, sondern die Starts für HM in Dreisbach und M auf Höhe Besseringen liegen, musste man rechtzeitig da sein, um die Busse nicht zu verpassen. Für den Start des HM um 9 Uhr fuhren die Busse im Zeitraum von 07:45 bis 08.20 Uhr ab; dieser Shuttleservice war für den M schon abgeschlossen, da dessen Start bereits um 08.15 Uhr erfolgte.
Während das Starterfeld in Dreisbach sich aufstellte erreichten die Marathonis nach ihren ersten 4 km diesen Punkt. Frenetisch angefeuert in dem Spalier der 798 Halbmarathonis sah man manchem den ersten „Runner`s High“ für diesen Tag an!
Das recht überschaubare und noch kompakte Feld von 160 Marathonis war schnell vorbei und es blieb uns noch ein wenig Zeit, um in sich zu kehren oder sich warm zu laufen. Die Witterungsbedingungen waren recht gut: dichte Bewölkung, ab und zu leichter Nieselregen aber immerhin ca. 19 ° C!
Punkt 9 Uhr ging es los flussabwärts  durch die Saarschleife, einem der schönsten Punkte im Saarland - oder gar in Deutschland - bis nach Mettlach; dort Wechsel auf die andere Saarseite und wieder zurück. Das Feld der Marathonis, dass sich schätzungsweise gut 5 km vor uns bewegte, war zweifach auf der anderen Saarseite zu beobachten, da sie die Saarschleife zweimal zu durchlaufen hatten. Diese zweite Runde wurde im Bereich Besseringen über die dortige Brücke angegangen. Uns blieb das erspart; wir konnten weiter flussaufwärts Richtung dem Ziel in der Merziger Fußgängerzone zustreben.
Die Strecke war logischerweise bis auf sanfte Wellen flach – bis auf einen kleinen Stich vor Besseringen, wo es kurz von der Saar weg ging und über ca. 150 m ein Höhenunterschied von gut 20 Höhenmeter zu überwinden war, was immerhin eine Steigung von 13 – 14 % bedeutet.  Nach absolvierten 14 km kostete das wirklich wichtige Körner! Na ja, wo es bergauf geht, geht es meistens auch wieder bergab und der Puls konnte sich langsam wieder in erträgliche Bereiche beruhigen.
Die fehlenden paar Kilometer zogen sich noch hin, bevor es den letzen vom Leinpfad der Saar weg durch den Stadtpark auf die Zielgerade in der Fußgängerzone ging. Nur dort – und das ist wohl das Los eines Landschaftsmarathons – befand sich eine nennenswerte Ansammlung von Zuschauern, die die Läufer auf den letzten wenigen hundert Metern noch mal zusammen mit dem Sprecher des Veranstalters zu einem mehr oder weniger gelungenen Zielsprint animierten.
Wenige Minuten nach mir kam bereits der erste Marathoni mit einer Zeit von XXX ins Ziel. Meine Zeit lag nicht ganz im Bereich meiner Erwartungen, aber meine Bergtour in den Lechtaler Alpen die Woche zuvor mit fehlenden Laufeinheiten und dem ein oder anderen Weizenbier „zu viel“ forderte halt ihren Tribut. Zwar keine persönliche Bestzeit, aber immerhin eine neue Jahresbestzeit und Verbesserung um genau 7:30 Minuten zum letzten HM!

17.09.06, die "grüne Hölle des Nordens" = Nürburgring (Grand-Prix-Strecke + Nordschleife = 24,4 km + 540 Höhenmeter); 2:21:20
Rechtzeitig am Morgen angekommen erhielten wir ohne Probleme einen Parkplatz im Fahrerlager hinter der Boxengasse. Die Startunterlagen bekamen wir in den Boxen 1 – 3, die lange durch Schumi „reserviert“ waren.
Gegen 9 Uhr wurde mit der Startaufstellung begonnen. Ich bekam zwar nicht die Pole Position, aber immerhin die 2. Startposition. Nun, da die Startlinie für den Lauf unter der Fußgängerbrücke mit den 5 Startlichtern und nicht an der der Formel 1 war, stand ich gerechterweise nicht bei den „Siegläufern“.
Kurz nach 9 Uhr erfolgte der Startschuß. Da noch genug Gummi (von Schumi?) in der 2. Startposition auf dem Asphalt war, bekamen meine Sohlen genug Grip, um Geschwindigkeit aufzunehmen.
Am Ende der Zielgeraden hieß es, Einlenkpunkt anvisieren, Ideallinie einnehmen, über die Curbs der ersten Schikane räubern und möglichst viel Geschwindigkeit mit auf die Gegengerade nehmen – die allerdings nach wenigen Metern schon wieder an der nächsten Kurve endete – und die ersten 5 Höhenmeter forderte!
Durch die „Mercedes Arena“ ging es Richtung Dunlopkehre weiter, die allerdings durch ein kurzes Verbindungsstück bei der „Conti-Spange“ auf die Gegengerade ausgelassen wurde. Die ersten wirklich nennenswerten Höhenmeter, ca. 40 an der Zahl, waren zwischen „Hatzenbach-Bogen“ und „NGK-Schikane“ zu bewältigen; danach ging es vor der "Coca-Cola-Kurve" auf die alte Nordschleife.
An der „Quiddelbacher Höhe“, eine Welle von 27 Hm, an der die Rennwagen immer abheben, ging es mit ca. 17 % Steigung erstmals richtig zur Sache! Schnaufend überwand ich diesen Punkt ohne abzuheben!
Die nächsten Kilometer waren geprägt von Gefällestrecken, die teilweise so steil abwärts gingen, dass das Bremsen die Oberschenkel zu „sprengen“ drohte. Dadurch konnte man sich nicht wirklich ausruhen, um Kräfte für die in der Folge drohenden Anstiege zu sammeln.
Ab Breidscheid, dem tiefsten Punkt, wurde es ernst! Erst ein kurzer Anstieg, dann noch ein flacheres Stück zum Luftholen und ab „Bergwerk“ nun permanent rund 275 Hm bergan ohne Erholungsmöglichkeit! Richtig ernst wurde es nach dem „Kesselchen“ bis in den Bereich „Hohe Acht“, wo es lange Zeit bei ca. 14 % keine Chance gab, den Puls, der am Limit hämmerte, zu beruhigen. Das Schlimmste endete am bekannten „Caracciola-Karussell“, eine 180° Steilwandkehre. Da ich nicht genug Schwung hatte, um genug Zentrifugalkräfte für die Steilwand zu entwickeln, lief ich am tiefsten Punkt der Kehre entlang - und damit auch die kürzere Ideallinie.
Endlich wieder Gefällestrecken! Aber Vorsicht! Der Akku war nahezu leer und der höchste Punkt noch lange nicht erreicht! Immer wieder gab es Anstiege von 20 – 40 Hm, die die weichen Waden und Oberschenkel an ihre Grenzen brachten. Vorbei ging es an weiteren legendären Punkten wie „Brünnchen“ und „Schwalbenschwanz“. Über eine nicht enden wollende (Fast-)Gerade und weitere Anstiege tauchte dann das Hotel Dorinth an der Grand-Prix-Strecke aus dem Nebel auf. Ein letzter Anstieg, eine letzte Schikane und wir kamen wieder auf die Start- und Zielgerade, und angefeuert vom Publikum, auch mit den aus der Formel 1 bekannten Pressluftfanfaren und dem Streckensprecher passierte ich die Kontaktmatten nach 24,4 km und mein Transponder dokumentierte eine Zeit von 2:21:20! In Anbetracht der insgesamt 540 Höhenmeter – und dass ich auch nicht am Limit lief – war eine Km-Pace von 5:48 nicht zu verachten!
(Höhenmessung erfolgte mit der Polar S625X, einzelne angegebene Werte anhand der Datenkurve im PC)
Ich kann jedem, dem ein wenig Benzin im Blut fließt, diesen Lauf als Erlebnislauf ans Herz legen! Aber man sollte sich der zu bewältigenden Höhenmeter gewahr sein und deshalb auf der ersten Hälfte sehr verhalten mit seinen Kräften umgehen!
Möglich sind aber auch nur ein oder zwei Runden auf der Grand-Prix-Strecke. (5,2 bzw. 10,4 km)

Höhenlinie/Pulskurve

Startnummer M8641 ; Marathondistanz; 4:35:33






Nach genügendem emotionalem Abstand zu meinem persönlichen Waterloo in Köln versuche ich nun mal, diesem hervorragenden Event gerecht zu werden:

Am Vortag angereist, die Startunterlagen auf der Marathonmesse bereits abgeholt, konnte man den Sonntag geruhsam angehen, da der Start erst um 12.00 Uhr (Topläufer) stattfand.
Kurz vor 11 war ich am Deutzer Bahnhof und verschaffte mir einen ersten Überblick über die Startmeile. Zur Marathonmesse und zur Kleiderbeutelabgabe waren ca. 500 m zu laufen.  Das hieß natürlich, sich rund 1 km durch die Massen von Läufern und Zuschauern zu kämpfen.
Die „Schutztüte“ (anstatt Müllbeutel), die uns der Veranstalter für das Warten am Start zur Verfügung stellte, brauchte ich nicht, da die Sonne angenehm mild alles erwärmte. Kurzum: das Wetter war absolute Spitze! Fast keine Wolken am Himmel und schätzungsweise 18° im Schatten.

Die Startaufstellung war schon ein Event für sich. Startblock reihte sich an Startblock. Ein Gewusel von tausenden von Läufern und Zuschauern aus allen Richtungen drängte sich an der Startmeile. Ebenso kämpften sich unzählige Halbmarathonis, die gerade ins Ziel eingelaufen waren, mit ihren Schutzfolien gegen den allgemeinen Strom.
Aprospos Strom! Hier stand ich das erste Mal unter demselben! Dieses rummelplatzartige Treiben, die Musik, das Anfeuern des Sprechers der startenden Inlineskatern sowie der kreisende Fernsehhubschrauber vermittelte mir erstmalig das Gefühl, Teil eines ganz herausragenden Ereignisses zu sein! Die ersten Schauer liefen mir den Rücken runter!
Ungefähr gegen 11.45 Uhr begab ich mich in meinen Startblock „orange“. (der 3.) Der Start, den ich auf ca. 12.20 Uhr für meine Gruppe schätzte, rückte immer näher. Nachdem die ersten Starts erfolgten, wurde unsere Gruppe blockweise immer weiter nach vorne geführt. Hatte ich vorher noch das Gefühl, der Zahnarzt warte auf mich, kehrte bei mir langsam Ruhe ein. (die vor dem Sturm!)

Um 12.28 Uhr war es nun soweit: ich überlief die Startlinie! Kurz darauf ging es auf die Deutzer Brücke und ich lief bewusst zurückhaltend in einer 5:25er Pace. Aber hoppla, an dem bisschen Steigung schon Puls 156!? Na ja, die Aufregung halt! Die Deutzer Brücke hinab und am Heumarkt vorbei war mein Puls wieder im gewohnten Bereich. Weiter am Neumarkt vorbei zum Rudolfplatz, einem sogenannten Hotspot, wo wir Läufer insgesamt 3 x vorbeikamen, gab es wieder eine große Zuschauermenge, die uns unterstützt von einem Moderator anfeuerte. Nun, nach 4 – 5 km merkte ich nach wiederholtem Kontrollblick auf meinen S625X, dass etwas nicht stimmte! Mein Puls näherte sich schon der 160, obwohl ich immer in meiner geplanten Pace lief! Nachdem nach weiteren paar km der Puls sich Richtung 165 bewegte, wurde mir bewusst, dieser Lauf wird ein Desaster werden! Der Hintergrund war mir natürlich auch klar: ich hatte mir vor knapp 3 Wochen eine Erkältung eingefangen. Nach einer Woche wenig Training stieg ich wieder recht erfolgreich in mein Trainingsprogramm ein. Aber Reste dieser Erkältung, wie eine laufende Nase, war ich auch noch an diesem Sonntag nicht 100%-ig los. Aber  dass es mich so beuteln würde, damit hatte ich bei weitem nicht gerechnet! Jetzt hieß es, meine Laufstrategie umzuwerfen, denn so würde ich früher oder später am Straßenrand enden! Die neue Strategie durfte nur heißen: ankommen! Denn immerhin hatte ich ja schon ein Finishershirt erworben; wie hätte ich dieses jemals ruhigen Gewissens anziehen können? Die Pace war ab jetzt totale Nebensache, nur der Puls zählte. Nachdem dieser bis 170 orgelte lief ich nun so, dass er sich zwischen 160 und 165 einpendelte, einem Wert unterhalb meiner anaeroben Schwelle, den ich imstande war, längerfristig durchzuhalten. Aber noch rund 30 km!? Und die quasi auf dem Zahnfleisch!? Oh je! Gibt es ein schlimmes Ende?
Soweit, so gut; nun weiter zum allgemeinen Laufgeschehen:
Durch die Stadtteile Bayenthal, Neustadt Süd kam ich bei km 15 an der Uni vorbei. Hier auch ein Hotspot, an dem sich die Massen für unsere Motivation bemühten. Bei mir war Hopfen und Malz verloren. Meine Motivation war Masochismus! Leidensfähigkeit war gefragt. Es folgten Lindenthal und Braunsfeld. Nach km 19 näherte ich mich wieder dem Rudolfplatz. Hoppla, war das noch derselbe? Die Zuschauermassen müssen sich verdoppelt haben! Wahrscheinlich ist alles von der Deutzer Brücke dazugekommen! Trotzdem reicht es (noch) nicht zu einem Runner’s High bei mir.
Hinter km 20 hatte ich Eigenverpflegung deponieren lassen. Diese Flasche mit Iso und Salz hauchte mir wieder etwas Leben ein, aber die Betonung liegt auf Hauch.
Bei km 21 unsere Supergroupies mit Reni, Twiggi, Karen und wie ich später erfuhr, noch Trude und J.lo. Ein kleiner Freudentaumel und weiter durch Ehrenfeld! Mittlerweile musste ich, um meinen Puls im Zaum zu halten, auch Gehpausen einlegen. Zuerst „versteckt“ an den Verpflegungszonen, nun auch „offen“ vor allen Zuschauern! Zumindest gesellte ich mich zu  anderen Gehern, um mich nicht so alleine zu fühlen. Nach jeweils ca. 100 m lief ich wieder an und biss weiter auf die Zähne. Ab ca. km 24 ging es ca. 2 km auf dem Kaiser-Wilhelm-Ring, dem Hansaring, dem Ebertplatz und der Riehler Strasse mit „Gegenverkehr“ entlang (man,  wie viele tausend sind denn da schon runde 8 km weiter wie ich!?) durch Neustadt-Nord nach Köln-Nippes. Dort gab es bei km 28 wieder einen Hot Spot. Da war der Bär los! In so einem Vorort? Eine sicher 4-stellige Zuschauermasse bildete ein Spalier von 3 m Breite und brüllte und pushte uns vorwärts! Die Schleife von ca. 4 km durch Nippes führte dann wieder auf die vorgenannte Strecke mit Begegnungsverkehr. (man, wie viele tausend waren denn da noch hinter mir!) Oh, diese Strecke zog sich wie Gummi, zumal schon km 31 erreicht war! Und nun meldeten meine Waden Alarm! Es zwickte und zwackte, Krämpfe wollten sich ankündigen. Jetzt legte ich die Gehpausen ein, um den drohenden Krämpfen vorzubeugen. Dadurch weiter eingebremst lief ich nun in einem Pulsbereich von 148 – 155; normalerweise grüner Bereich, aber heute? Schneller war echt nicht drin, obwohl das der Puls vorgaukelte. Bei km 32 noch mal meine Droge Eigenverpflegung mit Salz. (vielleicht kamen deshalb die sich ankündigenden Krämpfe nicht!?) Und bei km 33 wieder Unterstützung unserer Supergroupies.
Dann kam bei km 34 wieder der Rudolfplatz. Kam? Es war wie eine Explosion! Hier brannte die Luft, hier b****e der Papst, hier war Land unter!!! Ich kam mir vor wie Lance Armstrong in den Kehren von Alpe d’Huez! Genauso ging es zu, nur dass keiner mitlief! Links und rechts brüllten dir tausende von losgelassenen Wilden ins Ohr, klatschten mit den Händen, tröteten auf Trompeten, schwangen ihre Rasseln unterstützt von Stimmungsmusik und einem Moderator. Wo sind die, die die Kamellen werfen!? Wer hier keinen Runner’s High kriegt, ist nicht von dieser Welt! Und ich war tatsächlich noch auf ihr!!! Beim Schreiben dieser Zeilen laufen mir noch die Schauer den Rücken rauf und runter! Jetzt war es klar: die fehlenden 8 km schaffst du auch noch!
Weiter am Neumarkt vorbei noch einen Schlenker in die Altstadt Süd , eine letzte Verpflegungsstation bei km 39 und anschließend durch die Fußgängerzone Richtung Dom. Hier meine eigenen Supergroupies! Auf der Domplatte natürlich auch eine große Zuschauermenge, im Zaum gehalten durch Absperrgitter. Aber was war das!? Die Domglocken läuteten! Für mich? Natürlich nur für mich!!! Also das hatte Stil! Das war ein stilvoller Runner’s High, der mich erschauerte!
Durch die Altstadt und über kritisches Kopfsteinpflaster (vor mir legte sich einer lang hin) ging es zum Heumarkt und wieder auf die Deutzer Brücke. Gesäumt von einer riesigen Zuschauerzahl gelang es mir sogar, die Steigung laufend zu überwinden. Auf der anderen Seite kam nach wenigen hundert Metern das Ziel ins Auge. Gott sei Dank, alles einigermaßen schadlos überstanden. Siegermedaille in Empfang genommen und am Ende der Zielgeraden mich im Ruhm und der Nachmittagssonne gesonnt. Da wurde gerade einer bewusstlos auf der Bahre an mir vorbei ins Sanizelt getragen, dem es offensichtlich noch schlechter ergangen war wie mir. Aber ehrlich gesagt, hatte ich mich während des Laufes auch schon ein paar Mal auf solch einer Trage gesehen!
Nun denn, ich hatte es geschafft; die Zeit von 4:35:33 war mir noch recht akzeptabel, angesichts der anderen Alternative Aufgabe oder Zusammenbruch!
In der Verpflegungsmeile stärkte ich mich noch ein wenig, bevor ich mich Richtung Duschen davonmachte. Alles in Allem doch noch ein tolles Erlebnis geworden. Und im Nachhinein, da ich nicht an meinem „orthopädischem Limit“ lief, keinerlei Probleme mit Gelenken, Muskeln oder auch nur Blasen oder wunden Stellen!

Noch ein wenig Statistik: 42,195 m, 93 Höhenmeter, 750.000 Zuschauer, 10.452 Marathon- und 5.050 Halbmarathonläufer.
Und eine kleine Anekdote zum Nachdenken: Beim Marathon lief ein Ehe?paar mit, wo der Mann bereits nach 4 km vom Besenwagen aus dem Rennen genommen wurde und die Frau nach 8 km, nachdem sie bewusstlos zusammengebrochen war! Glaubten die, so etwas ist ein Spaziergang?

26.11.06: Peugeot-Advent-Lauf Saarbrücken-Güdingen, 10 km; 49:57
Zu erwartend schnelle Strecke an der Saar entlang. Zwar keine pB, aber nicht weit davon entfernt. Zum Ende des Jahres sind halt die meisten Körner verschossen und der Körper schaltet auf "Winterruhe" um. Hatte vom Gefühl her sogar weniger erwartet!
KM-Zeiten

02.12.06: Nikolauslauf Haßloch/Pfalz, 21,1 km; 1:48:24
Schön war es, wieder ein paar "alte" Mitstreiter der Aktion "von-null-auf-42" zu treffen! Seit meinem 1. Halbmarathon dort 2004 hat dieser Lauf für mich schon Tradition und gehört fest in meine Jahresplanung.
Die Strecke ist ja bekanntermaßen sehr flach und daher gut geeignet für schnelle Zeiten. Gegen Bestzeiten spricht die späte Jahreszeit; da ist der Körper ja schon durch die vielen Wettkämpfe des Jahres ausgelaugt und auch durch die langen Dunkelphasen auf "Winterruhe" eingestellt. Weiter dagegen spricht die je nach Witterung teilweise matschige und schmierige Strecke; das war auch dieses Jahr wieder so. Dazu gibt es noch einen Streckenabschnitt, wo man auf Wurzelwerk aufpassen muß.
Auch aus persönlichen Gründen war ich nicht auf eine Bestzeit ausgerichtet, aber mein Minimalziel war, meine "Jahresbestzeit" zu verbessern und mein Maximalziel sub 1:50 zu erreichen. Beides hat mit 1:48:24 gut geklappt! Sogar von meiner pB von 1:47:18 war ich damit nicht weit entfernt. Auch bei dem 10er das Wochenende vorher war ich in der Nähe meiner pB. Da diese Bestzeiten aus der Zeit vor meiner Verletzung stammen, muß ich sagen, dass ich dadurch rund 1,5 Jahre in meiner Entwicklung zurückgeworfen wurde! Wer weiß, wo ich ohne Verletzung heute stehen würde!? Aber es läßt sich nicht ändern! Nächstes Frühjahr gibt es neue Bestzeiten! Toi, toi, toi, dass nicht wieder etwas dazwischen kommt!
Nächstes Jahr werde ich in Hassloch wieder dabei sein! Und noch wie auf Wolken schweben, von meinem New York City Marathon!
P.S.: Noch was Besonderes war an diesem Lauf: meine Frau hat ihren ersten HM gelaufen! In der Zeit von 2:33:08!

30.12.06, Silvesterlauf Saarbrücken, 10 km; 52:35
Start war kurz nach 14 Uhr am Sportplatz des Rothenbühl-Gymnasiums in Saarbrücken.
Am Start waren ca. 1400 Läufer/innen.
Pünktlich zum Start fing es mit dem Regnen an! Aber was solls; immer noch besser wie letztes Jahr, wo aufgrund des vielen Schnees ein "Notprogramm" gelaufen werden mußte.
Zuerst ging es auf der Straße Richtung Uni entlang und nach ca. 1,5 km nach links in den Saarbrücker Stadtwald.
Es ging übrigens immer leicht bergan, was uns zunächst bis km 3 86 Höhenmeter abforderte. Nun auf rund 500 m 18 Höhenmeter wieder runter und auf dem nächsten km nochmals 48 Höhenmeter hoch. Nun waren wir auf der anderen Seite des Stadtwaldes und konnten durch die laublosen Bäume den Saarbrücker Güterbahnhof sehen. Auf ca. 1,7 km ging es 83 Höhenmeter bergab, was viele hoffen ließ, es wäre überstanden! Ha ha! Ich kenne die Strecke! Nochmals waren auf ca. 1 km 31 Höhenmeter zu bewältigen, um wieder auf die andere Seite des Stadtwaldes zu gelangen. Aber dann ging es auf den restlichen ca. 2,7 km 65 Höhenmeter abwärts, unterbrochen von einem Flachstück von 1 km. Als Zieleinlauf ging es dann auf den Sportplatz, wo es noch ein knappe halbe Runde bis ins Ziel war.
Insgesamt waren 165 Höhenmeter zu bewältigen gewesen, was sich natürlich auch auf meine Zeit auswirkte: 52:35
Aber zum Jahresabschluß immer ein lohnenswerter Lauf! Bei dieser Läuferzahl, auch mit internationalem Publikum aus Frankreich, Luxemburg und Kenia!, die wie meist überall die vordersten Plätze belegten (außer Platz 1. bei den Frauen!), muß man einfach dabei sein!
Nächstes Jahr bin ichwieder dabei! (so Gott will)

Höhengrafik (Polar S625X)


29.04.07: Hamburg-Marathon

04.11.07: New-York-Marathon!!!



Alleine bei dem Gedanken kriege ich schon einen "Runner's High"!

Es gibt kein Zurück!
Habe 6 Tage New York und 7 Tage Miami Beach bei einem Marathonreisenveranstalter gebucht!
31.10. - 06.11.07 New York, 06. - 13.11.07 Miami Beach.

 
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